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~*Aufklärung zum Nulltarif*~


1.1. Suizid

Der Begriff Suizid (Selbstmord oder Selbsttötung) setzt sich aus den beiden lateinischen Ausdrücken sui cadere (sich töten) oder sui cidium (Selbsttötung) zusammen. Dementsprechend nennt sich die Suizidforschung Suizidologie - eine anerkannte, interdisziplinär arbeitende Wissenschaft des medizinischen, psychologischen und sozialwissenschaftlichen Bereichs -und die Person, die einen Suizid begeht, Suizident.Als erstes halten wir es für wichtig, die Verwendung von einigen in unserer Arbeit verwendenten Begriffe näher zu definieren. Die Begriffe Suizid und Suizidversuch fassen wir unter dem Oberbegriff Suizidalität (Neigung, Selbst"mord" zu begehen) zusammen. Der Suizid ist eine suizidale Handlung mit letalem (tödlichem) und der Suizidversuch eine mit nicht letalem Ende.Wir verwenden bewusst nicht den Begriff Selbstmord, da das Wort Mord impliziert, dass sich der Suizident eines Verbrechens schuldig mache, so wie es bei einem Mord der Fall ist. Da es nicht mehr der heutigen Rechtsprechung nicht mehr üblich ist, einen Suizid zu ahnden, verzichten wir auch auf diesen Begriff.Es gab jedoch Zeiten, in denen der Suizid als Verbrechen bestraft wurde,worauf wir noch im historischen Teil zurückkommen werden.

Selbsttötung wählen wir auch nicht, da es nicht jedesmal das Motiv ist,sich wirklich zu töten, denn es gibt auch die suizidale Handlung als Appell oder als Erpressung. Zur sprachlichen Vereinfachung werden wir vom Suizid und Suizidversuch sprechen, was nicht nur ausschliesslich die einzelne Handlung meint.Der Soziologe Emile Durkheim hat als einer der Ersten den Suizid von wissenschaftlicher Seite aus angegangen und eine Definition geliefert: "Man nennt Selbstmord jeden Todesfall, der direkt oder indirekt auf eine Handlung oder Unterlassung zurückzuführen ist, die vom Opfer selbst begangen wurde, wobei es das Ergebnis seines Verhaltens im voraus kannte".Wertvoll ist die Definition Durkheims deshalb, weil sie Handlungen mit Todesfolgen ausschliesst, die von Menschen begangen werden, von denen es heisst, sie seien nicht im Besitz ihrer geistigen Kräfte gewesen und hätten sich falsche Vorstellungen über die Folgen ihres Handelns gemacht. Die Definition erlaubt aber auch Handlungen als Suizide zu, die normalerweise nicht als solche eingestuft würden. Durkheim erkennt im Suizid eine soziale Tatsache, die durch soziale

Bedingungen erklärt werden muss.

1.2. Suizidrate

Die Suizidrate (Suizidmortalität) setzt die Anzahl der Suizide in Verhältnis zu 100'000 Einwohnern. Die Rate nimmt mit dem Alter zu und liegt bei Männern höher als bei Frauen. Analog dazu spricht man bei Suizidversuchen von der Suizidversuchsrate.

1.3. Vollendeter und versuchter Suizid

Bei der Auseinandersetzung mit Suizid ist die Unterscheidung zwischen vollendetem und versuchtem Suizid notwendig, denn nicht hinter jedem Suizid muss die Idee stehen, sich endgültig das Leben zu nehmen.Wird ein Suizid als Appell an die Mitmenschen geplant und bewusst so ausgeführt, dass er scheitert, wird von einer parasuizidalen Geste gesprochen. Die Suizidmethoden sind weich: Tabletten-oder Drogeneinnahme, Ritzen an den Handgelenken.

Im Grenzbereich liegt die parasuizidale Pause, die einer Zäsur nach einem einschneidenden Erlebnis des Suizidenten gleichkommt. Der Wunsch, einfach mal abzuschalten" ist die primäre Motivation zur Suizid-Ausführung.

Liegt die eindeutige Intention, zu sterben, vor, spricht man von einer parasuizidalen Handlung mit ausgesprochener Autoaggression. Meist wird eine entsprechend sichere Methode, eine sogenannte harte Methode, gewählt, also zum Beispiel Erschiessen, Erhängen usw.

Bei der Unterscheidung zwischen Suizid und Suizidversuch tritt immer wieder ein Problem in den Vordergrund: Wie kann die Ernsthaftigkeit eines Suizidversuchs beurteilt werden? Wie stark war die Absicht, zu sterben?

Drei Indikatoren lassen eine Unterteilung zu:
Wie ausgeprägt war der Wunsch, zu sterben? (Suizidintention)
Wie stark machte der Suizident ein rasches Auffinden seiner Personnach dem Suizidversuch möglich? (Suizidarrangement)
Wie wahrscheinlich war der tödliche Ausgang? (Suizidmethode)

Zusätzlich wird die Unterscheidung Suizid und Suizidversuch erschwert durch die Tabuisierung des Suizids in der Gesellschaft, das Alter ist zum Beispiel das nicht-Einnehmen von Medikamenten Suizid? und die Gerichtsmedizin, die eine Todesursache beurteilen muss. Nicht selten werden Morde als Suizide zu kaschieren versucht: Wann ist ein Suizid aktiv begangen? Die Zahl der unklaren Todesursachen bei Todesursachen-Statistiken lassen Rückschlüsse auf die wahre" Suizidrate zu. In der Regel kommt es bei einer Zunahme der unklaren Todesursachen zu einer Abnahme von Suiziden

1.4. Suizid-Methoden

Verschiedene Methodiken des Vorgehens nach hypothetischer Todesursache des Suizids: Erhängen, Erdrosseln, Erwürgen, Vergiftung, Feuerwaffen, Schnitt-, Stich-,und Hiebverletzungen, Ertrinken, Sprung aus der Höhe, elektrischer Strom, Selbstverbrennung, Strassenverkehr, Schienenverkehr, komplexer Suizid (zum Beispiel Tablettenkonsum und Tod durch elektrischen Stromschlag in der mit Wasser gefüllten Badewanne).
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