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~Stephanie~


Kapitel 1:
"Langsam frage ich mich, was aus uns werden soll..." sagt sie ihm in's Gesicht. "Du weißt... ich liebe dich, aber so langsam wird es mir echt zu viel." "Das kannst du mir doch nicht antun." "Ich? Du bist es doch, die mir immer wehtut." "Ich..." "Allein schon, wenn du dich selbst absichtlich verletzt, mir sagst, du wärst glücklich mit mir. Ich muss von Anderen erfahren, dass du unglücklich bist." "Aber das kann man doch sehen..." "Ich kann sowas nicht." "Aber..." "...aber du solltest mir sowas sagen!" "...darüber kann ich einfach nicht reden." "Aber mit Anderen kannst du?" "Du verstehst das nicht." "Dann ist es aus." "Bitte versteh doch." "Es ist aus." Er dreht sich um und geht davon "Du verstehst nicht, wie sehr ich dich liebe." sagt sie leise und setzt sich auf den Bürgersteig. "So ein Mist." denkt sie sich. "DAS habe ich ja wieder toll hingekriegt" sagt sie leise. Eine Täne kullert ihre Wange hinab. "Mach doch was du willst." Ihre Arme umschlingen ihre Knie. "Ich brauche dich nicht." Sie senkt ihren Kopf auf ihre Arme, ihren Rücken hat sie an die Wand gelehnt.

"Verdammt." sagt sie sich leise, als sie durch die Straßen geht. Wieder Tränen. Sie biegt Links ab, geht in den Park. Links sitzt ein Pärchen auf der Bank und küsst sich. Auf dem Spielplatz spielen die Kinder. Noch ein Pärchen sitzt küssend auf einer Bank. Sie setzt sich hinter sie, sieht ein Bisschen den Kindern beim Buddeln im Sand zu. Dann zieht sie sich ihren Rucksack aus. Tränen. Sie öffnet den Rucksack, steckt etwas in ihre Jackentasche. Dann steht sie auf, lässt ihren Rucksack auf der Bank. Sie geht an den Teich, beobachtet die Entlein. "Ihr seid auch ohne Partner glücklich, nicht wahr?"Die Enten fliegen weg. Sie legt sich auf die Wiese und schaut in den Himmel. "Verdammter Dreck." Sie schließt die Augen. "Wirst du mich vermissen?" denkt sie. Sie öffnet ihre Augen. Die Sonne blendet sie. Sie zieht ihren Kopf weg und lächelt. "Die Sonne scheint noch, ich muss mit dir reden." Sie greift in ihre Tasche. Eine Pakung Schlaftabletten. "Einen ersten Schritt!" sag sie und wirft sie in den Teich. Ein Paar Minuten Stille. "Fuck!" sie versucht, an die Packung zu gelangen, doch sie ist schon zuweit fortgeschwämmt worden...

"Mist." sagt sie sich, als sie zu ihrer Tasche zurückgeht. "Jetzt hab ich mir die Entscheidungsfreiheit genommen." Sie ist da. Nach kurzem Durchwühlen ihrer Tasche holt sie ihr Hande hervor. "Fuck! Wieso hast du dein Handy aus?" Sie legt auf, geht langsam los. Sie ruft nochmal an. Immernoch aus. Insgesamt versucht sie es 10 mal, dann beschließt sie, ihn einfach zu besuchen. "Ohne dich kann ich nicht." denkt sie sich und geht schneller.

Ding-Dong. Es wird geöffnet. Sie tritt in den Hausflur. Ihre Schritte hallen in dem großen Flur. Er wohnt im ersten Stock. Während sie die Treppen hinaufschreitet, denkt sich nochmal darüber nach, was sie ihm sagen soll. "Ich schaffe das!" sagt sie sich leise. Sie steht vor der Haustür. Seine Mutter steht im Eingang. "Du willst zu Julian?" fragt sie mit erhobener Stimme. "Ja." antwortet sie leise und sieht dabei auf den Boden. "Nun... er hat Besuch, komm später wieder." sagt die Mutter. "Nein, ich muss ihn jetzt sehen." "Das wird dir nicht gefallen." Sie sieht ihr in's Gesicht. "Ich will ihn sehen." "Dein Wunsch..." sagt die Mutter und macht Platz. Sie stürmt durch die Wohnung in sein Zimmer. "Stephanie!" ruft Julian überrascht. Sie weicht einen Schritt zurück. "Wer ist das?!" fragt sie. "Wer ist dieses Mädchen?" fragt das Mädchen, das neben ihm liegt." "Sie ist..." "Gott... versuch's garnicht!" sagt Stephanie. Sie rennt aus dem Zimmer. "Verdammtes Arschloch!" denkt sie, während sie ihre Augen mit ihrem Ärmel abwischt. "Ich hab' echt keinen Bock mehr auf diesen ganzen Scheiß hier!" Sie wird langsamer, hält an. Sie krämpelt sich ihren Ärmel hoch, setzt sich an die Mauer. "So sei es." denkt sie sich und greift in die Tasche. Ein Taschenmesser wird hervorgezogen. Blut. "Das ist für dich!" denkt sie sich. Blut. Blut. Stille. "Fuck!"

Kapitel 2:
Sie wacht auf. "Na, gut geschlafen?" Sie sieht alles noch ein Bisschen verschwommen. "Wer ist da?" fragt sie."Ich hab dich Gestern nacht gefunden. Du hast vor meinem Haus gesessen... oder eher gelegen." Langsam wird ihr Sichtfeld klarer. "Du hattest dir deine Arme aufgeschnitten." sagt der Mann. Sie antwortet nicht. "Gibt es... einen Grund dafür?" Stille."Du weißt aber schon, was da alles passieren kann? Du hast wirklich Einiges an Blut verloren... und wenn ich dich nicht gefunden hätte..." "Ich wäre Tod." sagt Stephanie ruhig. "Das könnte sein." "Wieso haben die mir geholfen?" "Weil das kein Ausweg ist." "Aber... Fuck... ich hätte mir echt einen verlassnenen Platz aussuchen sollen." "Das hättest du wohl. Aber denk doch mal nach: Vielleicht ist es wirklich besser so." "Ich will nicht mehr." Sie dreht ihren Kopf zur Seite. "Kleines Mädchen... weine ruhig, da hilft." "Ich weine nicht. Nie." "Das ist schlecht. Weinen ist manchmal richtig befreiend." "Befreiend ist der Tod." antwortet sie. "Weißt du, der Tod befreit befreit dich nicht... er schließt dich ein." "Wie meinen sie das?" "Ruh dich noch einb Bisschen aus und denk' darüber nach. Ich mach uns nachher eine Hühnersuppe. Oder magst du eher Hühnerbrühe?" "Wieso sind sie so freundlich?" "Nun, mir geht es gut. Ich habe einen guten Job, ich habe Geld... wenn ich es nicht tue, wer soll es dann tun?" Stephanie seufst. "Hühnersuppe bitte." Sie schließt ihre Augen.

Irgendwann wacht sie auf. Sie reibt ihre Augen. Sie sind ein Bisschen verklebt. "Habe ich geweint?" denkt sie, als sie ihre Augen säubert. Dann sieht sie sich um. Ein wunderschön geschmücktes Schlafzimmer erstreckt sich vor ihr. "Whoa..." denkt sie sich. Sie steht auf, öffnet die Tür. Sie tritt in die Küche. "Das kleine Mädchen ist aufgwacht. Die Hühnersuppe ist gleich fertig." Er arbeitet am Herd weiter. Sie sieht ihm zu. "Er ist doch nicht älter als 20." denkt sie. "Sag mal, wie heißt du eigendlich?" fragt er. "Bitte was?" fragt sie. Sie war in Gedanken versunken. "Dein Name?" "Ich heiße... Stephanie." "Ein schöner Name. Ich heiße Marvin." "Und wie alt bist du?" fragt Stephanie schüchtern. "Ich bin 19." "19?!" fragt sie überrascht. "Wieso denn so überrascht?" "Ich... du bist nur 2 Jahre älter als ich. Aber trotzdem... so erwachsen." "Ich bin eher ein Spielkind." sagt er. "Heh... ich auch." "Gleich Lust auf eine Runde 4Gewinnt?" "Jaaa." "Macht ihr sowas zu Hause nicht?" "Nein." "Wieso denn nicht?" "Meine Mutter... sie ist immer gestresst... und mein Vater..." Sie verstummt. "Was ist mit ihm?" "Er kann nur schlagen." sagt sie leise. "Das tut mir leid." sagt Marvin. "Warum tut er das?" "Ich weiß es nicht." "Echt keine Ahnung?" "Du sag mal..." "Ja?" "Darf ich vielleicht das Wochenende bei dir bleiben?" "...glaubst du, das ist so eine gute Idee?" "Meine Mutter wird ausflippen, wenn sie mich so sieht." "Von mir aus kannst du blleiben." "Du bist echt süß." Sie wird rot. "Nett, meine ich." stammelt sie vor sich hin. Der Mann lächelt. "Du auch." sagt er und schüttet die Suppe in 2 Schüsseln um. Er bringt sie zum Tisch. "So, jetzt wird endlich gegessen." sagt er mit ruhiger Stimme. "Das ist das erste mal seit Jahren, dass ich nicht alleine esse. "Wieso denn?" "Ich... esse allein in meinem Zimmer. Die Blicke meiner Eltern... da kann ich nicht in Ruhe... essen." "Sind sie wirklich so schlimm?" "Ja." Sie essen weiter. "Wie willst du weitermachen?" "Ich werde... ich habe schon sooft darüber nachgedacht, einfach wegzulaufen. Fort für immer." "Du würdest auf der Straße leben." "Besser als dort." "Meinst du echt?" "Ich denke schon." "Dann zieh doch zu einem Freund." "Zu wem denn? Ich habe Niemanden." "Das ist schlecht." sagt er. Eine Weile ist alles still. "Okay, jetzt lass uns spielen." sagt er und holt eine Spielesammlung aus dem Schrank.

Sonntag Abend. "Was werden meine Eltern wohl sagen?" fragt sie. "Ich weiß nicht." sagt er. Sie kuschelt sich näher an ihn ran. "Sie werden meckern." "Denkst du?" "Ja." Vielleicht... ist es besser, du bleibst einfach hier?" sagt er. Sie ist still. "Nein, das ist keine gute Idee." sagt er schließlich. "Ich weiß. Das ist wohl unmöglich." Sie steht auf. "Ich danke dir... für alles." "Ich... danke dir auch." Sie dreht sich um. "Wofür denn?" "Wir hatten viel Spaß." sagt er ruhig. Sie lächelt. "Mach's gut." "Bye." Sie geht langsam in den Flur, zieht sich ihre Jacke an, setzt ihren Rucksack auf den Rücken. "Warte mal eben." sagt er und kommt auf sie zu. Er streckt ihr einen 100Euro-Schein entgegen. "Was...?" "Ich habe genug. Kauf dir was Schönes." sagt er. Sie nimmt den Schein. "Ich... danke dir..." Sie umarmt ihn. "Ich liebe dich." sagt sie leise. "Nein, das tust du nicht." Sie ist leise, sieht ihm in die Augen. "Du.." stottert er. Gerade will er weiterreden. Sie küsst ihn.

Sie geht durch die Straßen, nach Hause. Das Geld steckt sie tiefer in die Tasche. "Meine Eltern sollen es nicht sehen." denkt sie leise. Sie ist zu Hause, geht in die Wohnung, direkt in ihr Zimmer. Ihre Mutter ist zu Hause, doch sie sagt kein Wort. Kein "Willkommen zu Hause." oder "Wo warst du?" Sie setzt sich auf ihr Bett, schaltet den Fernseher an. Sie sieht ein wenig Fern. Plötzlich hört sie Geschrei. "Wie?! Sie war das ganze Wochenende nicht da?!" Ihr Vater. "Jetzt reicht's!" schreit er. Sie versteckt das Geld. Ihre Tür wird rabiat geöffnet. "Was denkst du dir dabei?!" schreit die der Vater an. Stephanie will antworten, doch der Vater macht weiter. "Wenn ich rede, hast du deine Fresse zu halten! Hast du das verstanden?!" Sie sagt nichts. "HAST DU DAS VERSTANDEN?!" Stille. Er schlägt sie mitten in's Gesicht, doch keine Reaktion von ihr. Ein weiterer Schlag. Sie sieht durch ihn hindurch. "Nur eben durchhalten" denkt sie. Er pack sie am Arm, schleudert sie auf's Bett. Wieder ein Schlag. Schlag. Nach 5 Minuten ist es vorbei. "Du kleine Schlampe." sagt der Vater, als er das Zimmer verlässt. Sie bleibt liegen. "Überstanden." denkt sie, und schließt ihre Augen.

Kapitel 3:
Der nächste Morgen. Ihr Wecker rappelt.Sie wacht auf, will duschen gehen. "Warte" schreit ihre Mutter. Stephanie hält an. "Du geht Heute nicht in die Schule." "Dass Vater mich schlägt wissen eh schon alle." zickt Stephanie zurück. "Das ist nicht der Grund." "Was dann?" "Du kommst nachher weg." Stille. "Was soll das heißen?" "Wir haben dir einen Platz im Heim besorgt. Du machst nur Stress." "Du hast was?" "Du bist selbst Schuld." "Vater hat geschlagen, nicht ich!" "Du hast ihn provoziert." Sie bleibt ruhig. "Jetzt hast du wohl keine Argumente mehr?" sagt die Mutter. "Du würdest es eh nicht verstehen. Du verstehst mich nie!" "Du kommst in's Heim! Basta! Und jetzt geh deine Sachen packen!" Stephanie geht in ihr Zimmer, holt ihrern Rucksack raus, packt ein Paar dinge rein. Sie will gerade aus dem Zimmer gehen, da fallen ihr die 100 Euro wieder ein. Sie geht zurück in ihr Zimmer, sucht den Schein. "Da." sagt sie sich leise. Sie steckt ihn in ihre Hosentasche. Ihr Taschenmesser hat sie mit. "Du Schlange wirst mich nie mehr wiedersehen!" sagt sie sich selbst und verlässt leise das Haus.

20 Minuten ist sie nun schon ziellos durch die Stadt gewandert. "Wo gehe ich bloß hin?" fragt sie sich. "Ich kann nicht zu Marvin, das hat er selbst gesagt." Sie läuft noch ein Paar Schritte. "Vielleicht zu Verwandten?" Den Gedanken verwirft sie wieder. "Sie würden mich zurückschicken." Sie hält an. "Ich gehe einfach fort. In eine ungewisse Zukunft... Im TV klappt das auch immer." Sie sieht in die Ferne. "Ich komme!" Sie rennt los.

10 Minuten ist sie gerannt, so schnell sie konnte. Nun verlangsamt sie wieder... "Puh. Die Ferne ist schneller als ich." sagt sie und fängt spontan an zu lachen. Dann sieht sie wieder auf. "Das klappt nie." denkt sie sich. "Aber ich werde es trotzdem tun. Nur ein Bisschen Freiheit. Und dann? Vielleicht den Freitod." Sie sieht hinauf in den Himmel. "Paradies auf Erden? Ob du's mir wohl gewährst, bevor ich dich besuchen komme?" Sie geht weiter. "Ich will Pommes!" sagt sie sich. Also geht siei geht in die nächste Pommesbude.

Die Pommes sind fertig. "Das mach 3,30€." sagt die Verkäuferin. Stephanie holt ihre Geldbörse aus der Tasche. Dann denkt sie nach. Sie lacht der Frau in's Gesicht. "Was ist los, Kind? Hast du kein Geld?" "Doch." antwortet Stephanie. "Dann bezahle endlich." "Nein." sagt Stephanie. Sie schnappt sich ihre Pommes und rennt lächelnd aus der Bude. "Wenn ich dich hier noch einmal sehe!" ruft ihr die Verkäuferin nach. Stephanie lächelt. "Das hat Spaß gemnacht." denkt sie sich, als sie sich auf eine Treppenstufe in der nächsten Straße setzt. Sie genießt ihre Pommes und für einen Moment... ist sie glücklich.


Kapitel 4:
Sie stopft sich ein Paar Pommes in den Mund. "Whoa, endlich mal essen, ohne, dass mich meine Eltern anstarren." sagt sie und spuckt dabei versehendlich eine Pommes aus. Sie wird rot. Der Mann, der gerade vorbeigeht, stallt sie an, geht dann weiter. Stephanie lacht. „Was ein Spaß.“ sagt sie sich und stopft noch ein Paar Pommes nach.

Die Pommes sind alle. Sie stellt die leere Schale neben sich und steht auf. „Und weiter.“ Sie geht ein Paar Schritte. Links ist ein TV-Shop. Die Fernseher sind angeschaltet. „Ja, das werde ich vermissen.“ Denkt sie sich und geht weiter.

Es fängt an zu regnen. „Mist“ denkt sie und stellt sich unter ein Dach. „Mist verdammter!“ Ein Paar Minuten vergehen. Mittlerweile haben sich hier einige Menschen angesammelt. Ein Mädchen steht in der hintersten Ecke. Sie hält etwas in seiner Hand, aber Stephanie kann es nicht erkennen. Sie wirkt traurig. Sie denkt nach. „Spreche ich sie an?“ Der Regen lässt nach und langsam wird es leerer. Stephanie beobachtet das Mädchen weiter aus dem Augenwinkel. „Ritzt sie sich etwa?“ denkt sie und sieht ihn an. Plötzlich hört sie auf. Sie scheint Stephanie bemerkt sie zu haben, sieht an. Ihre Hand verschwindet in ihrer Hosentasche. Stephanie geht zu ihr hin. „Du ritzt?“ fragt sie. Das Mädchen bleibt still. „Was ist der Grund?“ Auch hier keine Antwort. Das Mädchen steht auf, geht in eine Gasse. Stephanie geht ihr hinterher. „Sprich bitte mit mir“ sagt sie. Das Mädchen bleibt stehen. Stephanie stellt sich neben sie. Das Mädchen sieht sich um. Niemand da. Sie atmet tief ein und krempelt ihren Ärmel hoch. Neben vielen kleinen, blutigen Ritzen ist eine tiefe Narbe an ihrer Pulsader zu sehen. „Warst du das?“ fragt Stephanie entsetzt. „Nein.“ Stille. „Es war ein Mädchen. Sie ist krank, mittlerweile sitzt sie in der Psychiatrie.“ „Sie hat dich aufgeschnitten?“ „Es ist nicht ihre Schuld.“ „Du verzeihst ihr diese Tat?“ „Nein, aber ich verstehe, dass sie nichts dafür kann.“ Stille. „Kommst du ein Bisschen mit?“ fragt das Mädchen. „Ja.“ Die Beiden laufen ein wenig durch die Straßen.

„Wo wohnst du? Ich bring dich nach Hause.“ Sagt das Mädchen. „Ich habe kein zu Hause mehr.“ Sie bleiben stehen. „Du bist fortgelaufen?“ „Ja. Man wollte mich fortschicken. Ich will nicht in ein Heim!“ „Das Gefühl kenne ich.“ Sie gehen weiter. „Und was ist mit dir?“ fragt Stephanie. „Ich lebe bei meinem Freund.“ „So Jung?“ „Ja. Meine Eltern waren nie da. Meine Schwester ist nicht erträglich.“ „Und ihr habt eine Wohnung?“ „Nein“ sagt das Mädchen leise. „Ihr lebt auf der Straße?“ „Ja.“ „Und woher… bekommt ihr Essen? Kleidung?“ „Anschaffen.“ Stille. „Was wirst du jetzt machen?“ fragt das Mädchen. „Ich weiß nicht. Es gibt Jemanden, der mich sicher aufnehmen würde…“ „Aber?“ „Ich will ihn nicht belasten.“ Wieder halten sie an. Stephanie erzählt ihr die Geschichte von Marvin. „Stephanie…“ sagt das Mädchen. „Geh zu ihm! In diesem Punkt MUSST du selbstsüchtig sein!“ Stille. „Versprich es mir! Gehe zu ihm! Jetzt!“ Stephanie bleibt stumm. „Er hat die Mittel! Er wird dir helfen!“ „Ich will ihm nicht zur Last fallen!“ „Stephanie…“ sagt das Mädchen. „Zur Last fällst du ihm, wenn er über deinen Tod in der Zeitung ließt.“ „Vielleicht… vielleicht hast du recht“ sagt Stephanie. „Gut. Gehe zu ihm. Ich muss dann auch wieder los.“ „Ich danke dir, fremdes Mädchen.“ Sagt Stephanie. Das Mädchen lächelt. „Mein Name ist Janine“ sagt sie und geht davon. „Danke dir, Janine“ sagt Stephanie leise und geht in die Andere Richtung…
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